Ehrenamt im Hospizdienst

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Anlässlich unseres  Hospiztages am 16.10.2016 wollen wir in  einem würdigen  Rahmen unser 15-jähriges Jubiläum feiern. Seit 15 Jahren besuchen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) Schwerstkranke,  Sterbende und deren Angehörige zu Hause, im Krankenhaus oder im Heim.  In all diesen Jahren haben sich immer wieder Menschen gefunden, die bereit waren,  einen Qualifizierungskurs zum/r Hospizbegleiter(in) zu absolvieren, um  für unseren Hospizdienst einsatzbereit zu sein. Es sind Männer und Frauen aus unterschiedlichsten Berufen und  Altersstufen. Warum entscheiden sich Menschen für dieses Ehrenamt?

Wir haben unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter(innen) dazu befragt und u.a. folgende Antworten erhalten:

Mich hat das Thema Sterbebegleitung schon immer interessiert und ich suchte nach einer Möglichkeit mich darin weiterzubilden. So fand ich den Weg zu euch. Meine Hospizarbeit hat mir gezeigt, dass Menschen oft froh und glücklich sind, all ihren Schmerz und ihre Verzweiflung nicht alleine tragen zu müssen.“

(Margit)

„Vor ein paar Jahren durfte ich meine Schwiegermutter während ihrer letzten Tage im Hospiz Louise begleiten. Dabei ist mir bewusst geworden, wie wenig das Thema Tod und Sterben Teil unseres täglichen Lebens ist. Das hat mich unter anderem dazu bewogen, die Ausbildung zur Hospizbegleiterin zu machen.“

(Jutta)

Als Rentner, aber in der eigenen Firma immer noch tätiger Seniorchef, suchte ich für die künftig entstehende Freizeit eine sinnvolle Betätigung. Meine soziale Ader signalisierte mir, in welche Richtung das Interesse geht. Die Begegnung mit Menschen ist mir wichtig und tut mir gut wie auch die ehrenamtliche Arbeit so ganz ohne Kommerz.“

(Rudolf)

„Die Themen Loslassen, Abschied nehmen, Ängste und Trauer haben mich schon immer interessiert. Bei der Hospizarbeit habe ich Offenheit und Vertrauen erlebt und gelernt, dass Erlebnisse und Gefühle teilbar sind.“

(Birgit)

„Es interessiert mich sehr, wie sich Menschen im Alter verhalten und wie ein jeder auf seine ganz eigene Weise damit umgeht. Schon immer habe ich anderen Menschen gerne geholfen und bin ihnen zur Seite gestanden, wenn sie dies wünschten. Ich tue dies sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten, wobei für mich die guten Seiten des Dienstes überwiegen. Die Dankbarkeit der zu begleitenden Menschen sowie die der Angehörigen zu spüren, ist wirklich schön. Ich bin froh und dankbar, dabei sein zu können und möchte den Dienst nicht missen.“

(Dolores)

„Als mein Vater an Krebs erkrankte, blieben die meisten Freunde weg. Sie konnten mit der Situation nicht umgehen. Er litt darunter und hätte sich über mehr Besuch gefreut. Mein Vater wollte am Lebensende nicht alleine sein und ich denke, dass die meisten Menschen sich dabei jemanden an ihrer Seite wünschen. Bei der Hospizarbeit kann man den Sterbenden in schweren Stunden beistehen, ihnen zuhören oder einfach nur da sein. Bei meinem letzten Hospizbesuch habe ich wieder einmal sehr viel von einer  schwerkranken Person zurückbekommen. Sie schenkte mir ein Lächeln. Das machte mich glücklich und bestätigte mich von neuem in meiner Hospizarbeit.“

(Andrea)

„Die Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleiterin war für mich sehr lehrreich und hilft mir auch ganz besonders in meinem Beruf im Umgang mit schwerkranken, sterbenden Menschen. Ich habe sehr viel Menschlichkeit, Feingefühl, Verständnis und Nächstenliebe erfahren dürfen. Ich würde die Ausbildung immer wieder machen und empfehle sie auch gerne weiter. Es ist eine sehr wichtige und wertvolle Arbeit. Menschen in schweren Stunden beizustehen,  gibt mir innere Zufriedenheit.“

(Elisabeth)

Sollten auch Sie an einer Mitarbeit bei uns interessiert sein, so verweisen wir Sie gerne auf unseren Infoabend am 15.11.2016. Dort erfahren Sie mehr über den neu beginnenden Qualifizierungskurs im kommenden Jahr. Näheres hierzu werden wir rechtzeitig an dieser Stelle und auf unserer Internetseite www.hospizdienst-l-n-s.hospiz-bw.de bekannt geben. Über Ihr Interesse freuen wir uns.