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Qualifizierung ehrenamtlicher Hospizbegleiter 2025

Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) kommen aus den verschiedensten Berufen und bringen die unterschiedlichsten Lebenserfahrungen mit. Für ihren Dienst als ehrenamtliche Hospizbegleiter(innen) werden sie während eines Qualifizierungskurses sorgfältig vorbereitet. Ständige Weiterbildung und Supervision unterstützen sie bei der Arbeit. Der Hospizdienst versteht sich als Ergänzung und Partner des herkömmlichen Gesundheitswesens von Kliniken, niedergelassenen Ärzten, SAPV-Teams und Pflegediensten. 

Unser Verein bietet 2025 wieder eine Qualifizierung für neue ehrenamtliche Hospizbegleiter und Hospizbegleiterinnen an.

Die Termine finden überwiegend an Freitag Abenden und Samstagen in den Vereinsräumlichkeiten in Leimen (Kolpingstraße 5) statt. Der Start der Qualifizierung erfolgt mit einem Orientierungswochenende im Februar 2025. Nach diesem Wochenende entscheiden sich Interessierte und der Verein gemeinsam für die Qualifizierung, die im März beginnt und im Oktober 2025 mit der Aussendung endet. Insgesamt umfasst die Qualifizierung 160 Stunden. Während der Qualifizierung ist außerdem ein Praktikum von 40 Stunden in einer anerkannten Einrichtung zu leisten. Details zu den Modulen und Terminen folgen.

 Für Interessierte findet ein Infoabend im November statt: Dienstag, 19.11.2024, von 18:00-20:30 Uhr.

Bei Interesse melden Sie sich unverbindlich mit Ihren Kontaktdaten per E-Mail an hospizdienst-leimenatweb.de (hospizdienst-leimen[at]web[dot]de).

Wir freuen uns auf Sie!

 

Mitgliederversammlung 2024

Am 23. April 2024 fand die Mitgliederversammlung des ökumenischen Hospizdienstes Leimen-Nußloch-Sandhausen e.V. statt. Eröffnet wurde die Versammlung von Stefanie Sohns, 1. Vorsitzende des Vereins. Sie begrüßte die Mitglieder und Anwesenden, dankte für ihr Kommen an diesem Tag und ihre Unterstützung im vergangenen Jahr. Ein spezieller Gruß galt drei der Gründungsmitglieder, die an diesem Tag anwesend waren.

Der Begrüßung folgte ein besinnlicher Einstieg vom geistlichen Begleiter des Hospizdienstes, Peter Härich. Er nimmt Bezug zur aktuellen politischen Situation und reflektiert über die Kraft des einzelnen, etwas dazu beizutragen, dass unsere Welt friedlicher wird.

Nach Genehmigung des Protokolls aus dem Vorjahr folgte der Koordinationsbericht, vorgetragen zum ersten Mal von der neuen Koordinatorin Anja Müller-Gieseking. Sie berichtete über die Anzahl der Begleitungen und die durch sie wieder intensivierte Vernetzung mit Pflegeheimen und andern Kooperationspartnern.

Als nächster Programmpunkt folgte der Tätigkeitsbericht des Vereins, vorgetragen von der 2. Vorsitzenden, Stephanie Gieser. Die Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen und ihren An- und Zugehörigen stand – wie in den Jahren zuvor – im Mittelpunkt des Vereins. Doch 2023 war für den Verein ein besonderes und ein herausforderndes Jahr, da die Stelle der Koordination bis zur Nachbesetzung ein halbes Jahr vakant war. In dieser Zeit leistete das Vorstandsteam des Hospizdienstes sehr gute Arbeit, um alle notwendigen Aktivitäten und Angebote aufrecht zu erhalten. All das mündete in den Erfolg, mit Anja Müller-Gieseking eine erfahrene und engagierte neue Koordinatorin gewinnen zu können, die im Oktober 2023 die Stelle antrat.

Der Finanzbericht wurde von Annette Neuert-Widmann, die für die Finanzen des Vereins verantwortlich ist, vorgestellt. Die Kassenprüferinnen Marina Engelen und Andrea Reith bestätigen die einwandfreie Kassenführung. Raphaela Haring trug den Bericht zur Öffentlichkeitsarbeit vor.

Vor Ende der Veranstaltung ergriff Stefanie Sohns erneut das Wort und bedankte sich erneut bei den Mitgliedern, den Ehrenamtlichen und dem Vorstandsteam, die alle zusammen den Verein nach innen und außen ausmachen.

Das war der Welthospiztag 2023

Am Sonntag, dem 15. Oktober 2023, fand unsere Veranstaltung zum Welthospiztag 2023 statt. Stefanie Sohns, Vorständin des Ökumenischen Hospizvereins Leimen-Nußloch-Sandhausen, eröffnete den Abend in der gut besuchten Evangelischen Kirche Nußloch. Sie begrüßte den Bürgermeister der Gemeinde Joachim Förster, den Bürgermeister der Gemeinde Sandhausen Hakan Günes und – in Abwesenheit – die Bürgermeisterin der Stadt Leimen, Claudia Felden. Ein besonderer Gruß ging an die zahlreichen Mitglieder, Ehrenamtliche und Gäste, die gekommen waren, um gemeinsam den Welthospiztag unter dem Motto „Hospiz lässt mich noch mal!“ zu begehen. Die Grußworte von Joachim Förster, stellvertretend auch für Leimen und Sandhausen, wiesen auf die Leistung unserer Ehrenamtlichen hin, die in den Begleitungen für viele verschiedene Menschen da sind und dankte ihnen für ihren wertvollen Beitrag.

Mit Stolz können wir sagen, dass die Veranstaltung, wie immer, vom „KON-Trio Kammerorchester Nußloch“ und unserer Hospizband „One-Night-Stand“ musikalisch nicht nur begleitet, sondern bereichert wurde. Bereits das 15. Jahr in Folge dürfen wir auf die musikalische Untermalung dankend zurückblicken, sie ist zentraler Bestandteil des bunten Programms.

Die Moderation durch den Abend übernahm die Schriftführerin des Vereins, Raphaela Haring, die anlässlich des Themas über den besonderen Wert nicht nur von ersten, sondern auch von letzten Malen sprach. Oft wird den letzten Malen im Leben weniger Aufmerksamkeit geschenkt, sie werden als weniger bedeutsam wahrgenommen. Die Hospizarbeit steht auch dafür, dass schwerstkranke Menschen und ihre Zugehörigen besondere Alltagsmomente noch einmal erleben können. Eine Bildpräsentation, gestaltet von Silvia Wimmer und vorgetragen vom ärztlichen Begleiter des Vereins, Prof. Dr. Andreas Schneeweiß, griff Gegensatzpaare von ersten und letzten Malen auf und regte zum Nachdenken an. Weiter zum Nachdenken angeregt hat auch der der geistliche Begleiter, Diakon Peter Härich, der die Anwesenden in seinem Vortrag zu einem Lebensrückblick mitgenommen hat.

Zwei neue Trauerbegleiterinnen wurden an dem Abend entsandt, die ihre Tätigkeit bereits im Trauertreff des Vereins „Die Quelle“ ausüben. Beide berichteten von ihren bisherigen Erfahrungen und der Veränderung, die sie bei Trauernden in dem Zeitraum zwischen dem ersten und letzten Besuch in der Trauerberatung beobachten können. Sie beschreiben, wie individuell Trauer aussehen kann und wie wertvoll es ist, sich darüber auszutauschen. In diesem Sinne wurde auf der Veranstaltung noch einmal dem kürzlich verstorbenen früheren Koordinator und Gründungsmitglied, Herbert Luft, gedacht.

Die Vorständin Stefanie Sohns und die stellvertretende Koordinatorin Gabi Schneeweiß wurden für 20 Jahre Ehrenamt im Verein geehrt. Die Dankesworte von Stephanie Gieser zeichneten ein eindrückliches Bild vom unermüdlichen Einsatz der beiden. Caroline Rauth rundete die Veranstaltung mit Worten des Dankes an die Hospiz- und Trauerbegleiterinnen, an das Organisationsteam der Veranstaltung, die Musikerinnen und Musiker und allen Gästen, die gekommen sind, ab.

Auch ein Hospizverein muss manchmal Abschied nehmen

Unser langjähriger Koordinator, Gründungsmitglied, Urgestein und ruhender Fels, Herbert Luft hat seine letzte Reise angetreten. Wir sind alle sehr traurig über diesen großen Verlust, hat doch Herbert in Zusammenarbeit mit Pfarrer Blümle vor 22 Jahren den Grundstein der Hospizarbeit in Leimen gelegt. Wir bleiben Herbert für immer in Dank und liebevoller Erinnerung verbunden.

Mitgliederversammlung 2023

Am 25. April 2023 fand die Mitgliederversammlung des ökumenischen Hospizdienstes Leimen-Nußloch-Sandhausen e. V. statt.

Stefanie Sohns, die 1. Vorsitzende des Vereins, begrüßte die Mitglieder und eröffnete die Sitzung. Sie dankte den Anwesenden für ihr Kommen und ihre Unterstützung im vergangenen Jahr. 

Peter Härich, der geistliche Begleiter des Hospizdienstes, trug aus dem Buch Kohelet Windhauch vor und eröffnete somit die inhaltliche Gestaltung der Versammlung mit der Erkenntnis – Vertrauen ist die Basis aller menschlichen Beziehungen. 

Zunächst stand die Genehmigung des Protokolls aus dem Jahr 2022 auf der Tagesordnung, die einstimmig erfolgte. 

Anschließend berichtete Stephanie Gieser, als 2. Vorsitzende über die Aktivitäten des Vereins im letzten Jahr mit dem Tätigkeitsbericht.

Gabi Schneeweiß als stv. Koordinatorin trug den Koordinationsbericht vor und betonte die Bedeutung einer guten Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Sie ging auch auf die zahlreichen Einsätze und Begleitungen von schwerkranken und sterbenden Menschen ein. Auch der Einsatz von Ehrenamtlichen wurde thematisiert, die im Wesentlichen den Hospizdienst tragen. 

Annette Neuert-Widmann, die für die Finanzen des Vereins verantwortlich ist, stellte den Kassenbericht vor. 

Die Kassenprüferinnen Marina Engelen und Andrea Reith bestätigten eine einwandfreie Kassenführung.

Anschließend trug Annette Neuert-Widmann den Bericht zur Öffentlichkeitsarbeit vor, der ebenfalls positiv ausfiel.

Der Vorstand wurde daraufhin einstimmig entlastet.

Die Neuwahlen fanden statt. Die bisherigen Mitglieder  traten alle zur Neuwahl an und wurden für die nächsten 2 Jahre neu gewählt. Alle  nahmen ihre Ämter an. 

Neu gewählt wurde Raphaela Haring, die das Amt der Schriftführerin übernommen hat. Sie wird nun auch die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein. 

Annette Neuert-Widmann stellte die Ein- und Ausgabenplanung für das kommende Jahr vor. Die Mitglieder hatten hierzu keine Fragen und stimmten der Planung zu. 

Mit einem herzlichen Dank an die Mitglieder, an Freunde und Unterstützer/innen, an die Vorstandsmitglieder, an die ausgeschiedene Koordinatorin Melanie Ratz und im Besonderen an die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen beendet Stefanie Sohns nach rund 2 Stunden die Sitzung. (ANW)

Music-Care Fortbildung für die Ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen

Am Samstag, den 15.4.23, fand ganztägig eine Fortbildung zum Thema „Musik in der Hospizbegleitung“, genannt Music-Care, statt.

Es war der 2.Teil einer Fortbildung für uns ehrenamtliche Mitarbeiter*innen. Bereits im Februar hatte Martina Baumann, gelernte Musiktherapeutin, eine Einführung über die Möglichkeiten der Musik, mit ihren Klängen, Rhythmen, Melodien und Liedern bei schwerstkranken Menschen gegeben.

Im April stand nun der praktische Teil an. Wir Teilnehmer/innen durften in Selbsterfahrung die Wirkung von wiederkehrenden Klängen mit dem Monochord, ein Instrument mit A und D Saiten in verschiedenen Höhen auf Holz gespannt, spüren. 

Dazu gab es einfach gehaltene Rhythmusübungen, wie Klopf- und Klatschübungen, die dann in ein Lied übergingen oder das Summen in einer oder mehreren Tonlagen als Technik einsetzten. 

Wir Teilnehmer*innen bekamen zudem die Aufgabe uns zu zweit mit der Frage auseinandersetzen, was Musik in unserem Leben bedeutet. Dieser Prozess war sehr erkenntnisreich und für einige eine Reise durch das eigene Leben.

Nach der Mittagspause gab es eine „Klangreise“ mit Monochord, Klangschale, Cora und Kalimba. Zu den heilsamen Klängen dieser besonderen Instrumente wurden Körperstellen unter Anleitung von Frau Baumann von oben nach unten mit besonderer Wahrnehmung bedacht. 

Mit Klängen und wenigen, aber wiederkehrenden Tönen, können wir ruhige und fließende Resonanzen in Räumen schaffen und somit eine wohltuende Atmosphäre schaffen. Dafür eignet sich ein kleines Instrument, die Sansula, die auch von ungeübten mit der Zwei-daumentechnik gespielt werden kann.

Der Fortbildungstag stand vor allem unter dem Motto „sich selber etwas Gutes tun“ und zu überlegen, wie die Kraftquelle Musik mit ihren zahlreichen Möglichkeiten in der Hospizarbeit eingesetzt werden kann. 

Diese beiden Ziele konnten am Ende der Veranstaltung auch erreicht werden. In der abschließenden Reflexionsrunde konnte jeder der zwölf Ehrenamtlichen mindestens eine Sache in ihren/seinen imaginären „Koffer“ packen, die sie/er zukünftig in die Hospizbegleitungen mit einfließen lassen kann. (CR)