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In diesem Archiv sind alle Artikel zusammengefasst, die älter als sechs Monate sind.


Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Es begab sich am 24. und 25. November dieses Jahr,
und es hieß Zapchen-Seminar.
Neunzehn Leute von uns haben teilgenommen,
und sind zum Seminar gekommen.
Niemand wusste was Zapchen bedeuten soll.
So waren wir gespannt ganz toll:
was man uns da präsentiere
und wie und wo man uns hinführe.
Frau Cornelia Hammer die Referentin war,
und sie machte uns dann klar,
dass man die Disziplin aus Tibet übernommen
und sie sei über die USA zu uns gekommen.
Sie soll uns zur Selbstfürsorge dienen,
und Achtsamkeit, wäre noch hinzuzufügen.

Aber der Name „Zapchen“ ist für uns fremd,
weil den niemand von uns kennt.
Und wir waren alle sehr gespannt,
wohin wir uns denn da vielleicht verrannt.
Die Referentin war sehr souverän,
Frau Cornelia Hammer, das hab ich schon erwähnt.
Sie hatte Humor und erklärte so ratzfatz,
was wir hier praktizieren sei eigentlich nur Quatsch.
Quatsch im Sinne von Kindergebaren,
an das wir uns erinnern, als wir so jung noch waren.
Es bestehe unter anderem aus lautem Gähnen und Seufzen – was sie uns da lehrt
und z.B. schnauben wie ein Pferd.
Das alles – gestresst oder nicht - also ganz generell,
bringt uns Entspannung auf der Stell.
Entspannung, die wir brauchen,
wenn wir in unsere ehrenamtliche Tätigkeit eintauchen.
Sie zeigte uns Möglichkeiten, wie man das schafft,
denn in der Ruhe liegt die Kraft.
Viele Übungen wir machten
und dabei auch herzlich lachten.
„Was macht mich glücklich und was dankbar“, waren Fragen,
die wir in Zweiergruppen erörtert haben.

Ein Seminar über anderthalb Tage
hat uns gut getan – ganz ohne Frage.
Viele Tipps und Anregungen
haben wir hier mitgenommen.

Ich bin dem Hospizdienst dankbar,
denn eines ist mir völlig klar:
Ich lerne hier eine Seite des Lebens kennen,
ich will es einmal so benennen:
die mir ohne ihn verborgen wär’ geblieben,
und so danke ich euch, ihr Lieben.

Und auch das halte ich für einen Wert,
denn der Effekt ist nicht verkehrt:
Bei einem solchen Seminar,
bei dem man über viele Stunden zusammen war,
entstand ein sich näher kennenlernen, das ist wichtig
und gerade für die frischgebackenen Begleiter richtig.
Und überhaupt das freundschaftliche Begegnen
ist für sich genommen schon ein Segen.

Es zeigt Vertrauen und Anerkennung,
es vermittelt Wärme und Wertschätzung.
Man spürt Geborgenheit und positive Energie,
die sich eignet, aufzuladen die eigene Batterie.
Ich denke nicht, dass ich jetzt habe übertrieben.
Ich empfinde es so und dafür danke ich euch ihr Lieben.

Rudolf Albrecht

 

 

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Zäpfchen – ZAPCHEN – gesprochen: „Zap tschen“?

Was ist denn das?

Auch in diesem Jahr  gab es wieder eine Fortbildung für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) unseres Hospizdienstes  Leimen-Nußloch-Sandhausen. Fünfundzwanzig Ehrenamtliche trafen sich am 24. und 25.11.2017, um in die Philosophie des ZAPCHEN eingeführt zu werden.

Schon früh im Jahr wurden wir alle über dieses Seminar informiert. Wohl keiner von uns wusste, was sich hinter dem Begriff ZAPCHEN verbarg.

Umso gespannter waren wir, als Cornelia Hammer, Psychologische Psychotherapeutin und Lehrerin des ZAPCHEN, uns am Freitag, den 24.11.2017, in die Geheimnisse des ZAPCHEN einführte. ZAPCHEN wurde entwickelt von Dr. Julie Henderson (Napa/Kalifornien) aus der Erkenntnis und Methodik westlicher Körperarbeit und traditionellem tibetischen Erfahrungswissen.

ZAPCHEN -Übungen sind unerwartet schlicht und einfach, dabei tiefgreifend wirkungsvoll. Sie ermöglichen eine tiefe Entspannung und Regeneration, eine einfache Rückkehr zu Wohlbefinden und spielerischer Freude. Sie können leicht in den Alltag übernommen werden.

Vor allem die spielerische Freude hat uns alle an diesem ersten Abend in den Bann gezogen. Wie im Flug vergingen die ersten drei Stunden. Wir alle hatten so viel Spaß an  den schlichten aber wirkungsvollen Übungen, wie sich strecken und dehnen, gut atmen, die Stimme einsetzen, gähnen, ruhig sein, komische Laute von sich geben – einfach nur Kind sein. Als wir um 21 Uhr den Kurs beendeten, konnten wir es kaum erwarten, am nächsten Tag in den zweiten Teil der Fortbildung einzutauchen.

Auch der zweite Tag war geprägt von dieser Leichtigkeit und Entspanntheit, die wir durch die Wiederholung der Übungen vom Vortag, aber auch durch die vielen neuen Übungen erfahren durften. Wir erlebten diese mit wachsender Freude, Gelassenheit, Präsenz und Kreativität. Es entwickelte sich Wahlvermögen für unser hier und jetzt. Achtsamkeit und Verantwortung für das eigene Befinden konnten wachsen. Tiefe Regeneration war auf einfache Weise möglich.

 Entspannt und in uns ruhend gingen wir ins Wochenende.

Barbara Ruhnau

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

 

Auch in diesem Jahr fand ganz in der Tradition des Welthospiztages zum neunten Mal in Folge der Hospiztag des Ökumenischen Hospizdienstes Leimen-Nußloch-Sandhausen e.V. statt. Am 15. Oktober fanden sich Mitarbeiter(innen)  und Interessierte in der katholischen Kirche in Nußloch zu einem bunt gemischten Abend zusammen, der dieses Jahr unter dem Thema „Visionen“ stand.

Zu Beginn sprach die Vorstandsvorsitzende Stefanie Sohns  einleitende Worte, die vom Grußwort der Bürgermeisterin der Stadt Leimen, Frau Felden, abgelöst wurden. Eine Bilderpräsentation mit ruhiger Musik stimmte auf einen gemeinsamen Abend ein. Der Vortrag machte deutlich, dass das Leben schön ist - mit allem was dazu gehört!

Heinrich Müller sprach in einer eindrucksvollen Rede darüber, dass es beim Sterben auch um das Leben geht und gab einen Einblick in seine Visionen zum Thema Leben, Tod und Trauer.

Gefeiert wurden anschließend die 12 neu gewonnenen ehrenamtlichen Hospizbegleiter(innen), die nach über einem halben Jahr Ausbildung, 100 Ausbildungsstunden und der Überreichung der Zertifikate nun endlich ausgesandt werden können. Unterstützt wurden sie auf ihrem Weg von Gabriele Schneeweiß und Patricia Herbel. Passend zum Thema Visionen stellte jede(r) neue Hospizbegleiter(in) die ganz persönliche Vision dessen, was eine gute Hospizbegleitung  ausmacht, symbolisch dar. Kleine Ballons sollten abschließend dazu einladen, sich die eigenen Visionen und Vorstellungen bewusst werden zu lassen und zu vervollständigen.

Modern und treffend begleitet wurde der Abend von der Band „One Night Stand“, bestehend aus Daniel Höhr, Fabian Dominik, Frederic Born und Hakan Günes, die genau wie das Streichertrio des Nußlocher Kammerorchesters mit Christine Bier, Conny Walter und Renate Tangermann, seit 9 Jahren die Veranstaltung bereichern. In diesem Jahr freuten wir uns auch über die musikalischen Beiträge des Posaunenchors Nußloch mit Unterstützung von Sandhausen.

Abschließend sprach die 2. Vorstandsvorsitzende Barbara Ruhnau eine Danksagung an alle neuen und alten ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) aus und machte deutlich, wie wichtig Visionen und Pläne sind sowie wach zu bleiben für das, was das Leben alles entgegenbringt. Ganz wichtig hierbei: ein offenes Herz!

Ein riesiges Dankeschön geht aber auch an all diejenigen, die uns an unserer sehr gut besuchten Hospizfeier begleitet haben und an alle, die mit einer Spende an uns gedacht haben.

Tessa Klebert

 

Hospiztag 2017
Hospiztag 2017
Hospiztag 2017
Hospiztag 2017
Hospiztag 2017
Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen
Weitere Infos: 
Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

 

Ende Juli fand in unserem Hospizverein wieder ein Mitarbeiterabend statt. Tradition ist bei uns, dass sich die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen monatlich bei unterschiedlichem Programm treffen. An diesem Abend standen zwei Verabschiedungen im Mittelpunkt. Leider mussten wir uns von unserer Ehrenamtlichen, Ingelore Wunschick, verabschieden. Ingelore ist in eine andere Stadt gezogen und wird dort den Hospizgedanken weitertragen. Wir danken Ingelore für ihre Fröhlichkeit und ihre engagierte Mitarbeit in unserer Runde.

Schweren Herzens mussten wir uns auch von unserem langjährigen geistlichen Begleiter, Pastoralreferent Heinrich Müller, verabschieden. Auch Heinrich wird zukünftig an einer anderen Wirkungsstätte tätig sein.  Wir bedauern den Weggang von Heinrich Müller und möchten auf diesem Weg verdeutlichen, dass wir unendlich dankbar sind für die ganz besondere, individuelle, herzliche, sehr gute und überaus menschliche, gemeinsame Zeit, die wir mit und durch Heinrich hatten. Er hat in den vergangenen zehn Jahren unsere mittlerweile 50 Ehrenamtlichen, unser Koordinations- und Vorstandsteam begleitet und unterstützt, wo er nur konnte. Wir sind sehr froh, ihn bei uns gehabt zu haben. 
Danke Heinrich, dass es dich gibt!

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

 

Am 28.03.2017 fand die ordentliche Mitgliederversammlung des Ökumenischen Hospizdienstes Leimen-Nußloch-Sandhausen e.V. im evangelischen Gemeindehaus/Philipp Melanchthonhaus in Leimen statt. Dem langjährigen Brauch folgend hatte die 1. Vorsitzende Stefanie Sohns zu einem vor Beginn der Mitgliederversammlung stattfindenden öffentlichen Vortrag eingeladen. Referentin  war Frau Kornelia Ehm-Widmann, Einrichtungsleiterin im Haus Rheinblick in Nußloch. Sie sprach über die „Begleitung Demenzkranker in ihrer letzten Lebensphase.“

Nach dem öffentlichen Vortrag verabschiedete Stefanie Sohns die Referentin und Gäste. Sie  eröffnete um 20.27 Uhr die Mitgliederversammlung und begrüßte  die  Mitglieder. Danach ergriff unser geistlicher Begleiter Heinrich Müller das Wort. Er stellte auch im Hinblick auf die anhaltende Diskussion zur Sterbehilfe die Frage in den Raum „Was ist lebenswertes Leben?“ und „Wer legt die Standards dafür fest in unserer Gesellschaft?“ Er sprach über die Zumutbarkeit des Lebens, die Zumutbarkeit von Krankheit und des Sterbens. Lebenswertes Leben sei nicht sachlich verifizierbar. Der Wert des Lebens könne nicht allein an rationalen Kriterien festgemacht werden. So könne zum Beispiel die Sehnsucht der Menschen nach friedvollem Leben und Sterben nur ganz individuell nachvollzogen werden. Die Ansichten der Menschen über lebenswertes Leben seien so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Die Antworten auf diese Fragen gebe also stets der gesellschaftliche Geist, in dessen Kontext diese Fragen gestellt werden. Das allgemeine Empfinden für das Leben bestimme das Empfinden für Krankheit und Sterben. Das religiöse Denken und die Philosophie der Hospizidee sollten hierzu ihren Beitrag leisten.

Der administrative Teil begann mit der Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung, gefolgt von den Berichten des Koordinationsteams, des Vorstands und der Kassenwartin. Die Kassenprüferinnen bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Es folgte die Entlastung des Vorstandes und die Vorstellung der Ein- und Ausgabenplanung für das Jahr 2017.

Danach stand die Wahl des Vorstands an. Es wurden gewählt: Stefanie Sohns als 1. Vorsitzende, Barbara Ruhnau als stellvertretende Vorsitzende, Annette Laventure als Schriftführerin, Rita Castioni als Kassenwartin und Michael Wannenmacher als Beisitzer. Heinrich Müller wurde in seiner Funktion als geistlicher Begleiter von der Mitgliederver-sammlung erneut bestätigt. Als Kassenprüferinnen wurden Marina Engelen und Andrea Reith gewählt.

Frau Bürgermeisterin Felden, die als Vertreterin der Stadt Leimen an unserer Mitgliederversammlung teilnahm, sprach allen Ehrenamtlichen und dem Vorstand ihren Dank für die geleistete Arbeit aus. Sie freue sich über das große Engagement unseres Vereins und wünschte uns weiterhin alles Gute für unsere so wichtige Aufgabe.

Die 1. Vorsitzende schloss die Mitgliederversammlung um 21.15 Uhr mit Worten des Dankes an alle im Verein Aktiven, insbesondere aber an unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter(innen).

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Wir freuen uns über eine großzügige Spende  der Firma  Lang Industrie Dienst GmbH in Höhe von 1.000,00 €. Damit soll  insbesondere unser neuer Qualifizierungskurs für Hospizbegleiter(innen) unterstützt werden.  Da wir unsere Arbeit ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzieren, sind wir für jede Unterstützung dankbar und so geht heute ein  ganz besonderer Dank  an die Firma LANG Industrie Dienst GmbH in Leimen.

 

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Im Februar mussten wir zum ersten Mal durchleben was es heißt,  von einer  ehrenamtlichen Mitarbeiterin Abschied zu nehmen. Nach langjährigem Einsatz für unseren Hospizdienst verstarb Jutta Künzig  im Februar im Kreise ihrer Familie.  Sie wird für immer einen Platz in unserer Mitte haben.

Wie seit vielen Jahren Brauch hatten wir auch 2016 zu einem öffentlichen Vortrag am Tage unserer Mitgliederversammlung eingeladen. Frau Dr. Herrmann, Ethikerin der Universitätsklinik Heidelberg referierte über das Thema „Hilfe beim Sterben oder Hilfe zum Sterben.“ Ein interessanter Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde.

Neben allen laufenden Aufgaben erwies sich die Suche nach neuen Büroräumen als Dauerbrenner. Nach monatelangen Bemühungen erhielten wir im Sommer ganz kurzfristig das großzügige Angebot der Firma Lang Industrie Dienst GmbH zur Anmietung der Räumlichkeiten in der  Kolpingstraße 5 in Leimen. Im August erfolgte der Umzug und seit September sind wir nun unter dieser Adresse erreichbar.

Im Oktober stand wieder unsere Veranstaltung zum alljährlich stattfindenden Welthospiztag an, bei der wir  auch unser 15jähriges Hospizjubiläum feierten. Frau Bürgermeisterin Felden erinnerte in ihrer Ansprache an die Aufbauphase unseres Hospizvereins, der schließlich am 12.09.2001 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Heidelberg eingetragen werden konnte. Es freut uns ganz besonders, dass auch heute noch Gründungsmitglieder ehrenamtlich im Einsatz sind. Im November fand unser Infoabend zum neuen Qualifizierungskurs für Hospizbegleiter(innen)  statt, der  im März d. J. beginnen wird. Im Dezember waren alle Aktiven zur Weihnachtsfeier in der Pizzeria Rossini eingeladen. Ein geselliger Ausklang zum Jahresende und mit Überraschungsgeschenken der Familie Neuert-Widmann. Das Jahr 2016 ging zu Ende mit einer ganz besonderen Nachricht: URSULA MÜLLER, ein Gründungsmitglied unseres Hospizdienstes sowie langjährige Kassenwartin und immer noch aktive ehrenamtliche Hospizbegleiterin,  wurde von Herrn Ministerpräsident Kretschmar für ihr großes Engagement in vielen Vereinen und ihre langjährigen Verdienste im Ehrenamt die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen.  Liebe Ursula wir sind stolz, dich in unseren Reihen zu wissen und  beglückwünschen dich zu dieser  ganz besonderen Auszeichnung.

Wir sagen Dank an alle unsere Ehrenamtlichen für ihren Dienst im Rahmen unserer Hospizarbeit.

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

 

Unser Hospizdienst bietet 2017 wieder einen neuen Qualifizierungskurs für Hospizbegleiter(innen) an. Wenn Sie vorab Näheres über unsere Arbeit und insbesondere über die Ausbildungsinhalte und –dauer wissen wollen, kontaktieren Sie uns bitte unter der Handynr. 0176 / 38661425. Die Ausbildung beginnt mit dem Orientierungskurs, der am 17./18.03.2017 stattfinden wird. Ihre verbindliche Anmeldung sollte daher bis Mitte März 2017 erfolgen. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Unser Hospizdienst bietet ab Januar 2017 wieder einen neuen Qualifizierungskurs für Hospizbegleiter(innen) an. Interessierte sind herzlich zu unserem Informationsabend am Dienstag, den 15.11.2016, 19 Uhr, eingeladen. Die Veranstaltung findet in unseren neuen Räumen in der Kolpingstr. 5, Leimen, statt. An diesem Abend informieren wir ausführlich über die theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalte sowie Dauer des Qualifizierungskurses. Auch stehen wir gerne für Fragen zu unserer Hospizarbeit zur Verfügung. Die Teilnahme an unserem Infoabend ist für Sie unverbindlich und kostenfrei. Wir freuen uns über reges Interesse.

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Unserem langjährigen Brauch folgend, möchten wir auch in diesem Jahr die Öffentlichkeit zu unserer Veranstaltung anlässlich des Hospiztages in die katholische Kirche Nußloch am 16. Oktober 2016, 17 Uhr, recht herzlich einladen.

Mit unserer Veranstaltung reihen wir uns ein in die weltweiten Aktivitäten zum Welthospiztag, der jährlich am 2. Samstag im Oktober stattfindet. Mit vielfältigen Aktionen soll weltweit auf die Hospizarbeit und die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen aufmerksam gemacht werden. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. wirbt auf dem diesjährigen Hospiztag mit dem Motto „Hospiz- und Palliativversorgung. Stärken. Ausbauen. Vernetzen.“ Denn nur mit einem gut ausgebauten Angebot kann glaubhaft gemacht werden, dass wir am Lebensende für alle Menschen da sind, die uns brauchen, unabhängig von Krankheit, Wohnort und Geldbeutel.

Unsere Veranstaltung zum Hospiztag steht dieses Jahr ganz im Zeichen unseres 15-jährigen Jubiläums. In all diesen Jahren haben unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) Schwerstkranke,  Sterbende und deren Angehörige zu Hause, im Krankenhaus oder im Heim begleitet. Wir sind froh und dankbar, diesen ehrenamtlichen Dienst auch weiterhin anbieten zu können. Das ist nur deshalb möglich, weil sich immer wieder Menschen gefunden haben, die bereit waren,  einen Qualifizierungskurs zum/r Hospizbegleiter(in) zu absolvieren, um  für unseren Hospizdienst einsatzbereit zu sein. Es sind Männer und Frauen aus unterschiedlichsten Berufen und  Altersstufen, die sich für dieses Ehrenamt entschieden haben.  Im nächsten Jahr werden wir wieder einen neuen Qualifizierungskurs anbieten. Der Infoabend hierzu wird am 15.11.2016 in unseren neuen Räumen in der Kolpingstr. 5 in Leimen stattfinden. Näheres wird rechtzeitig in den lokalen Medien und auf unserer Internetseite www. hospizdienst-l-n-s.hospiz-bw.de bekannt gegeben.

Wenn Sie mehr über uns erfahren wollen, kommen Sie zu unserer Jubiläumsfeier. Sie sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Weitere Infos: 
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Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Es ist geschafft – unser Hospizdienst hat eine neue Heimat! Die Renovierung der neuen Räume ist abgeschlossen und der Umzug liegt hinter uns. Seit dem 01.09.2016 finden Sie uns in unseren neuen Büroräumen in der Kolpingstr. 5 in Leimen. Telefonisch erreichen Sie uns weiterhin zu jeder Zeit unter der Mobilnummer  0176-38 66 14 25. Wir freuen uns über das neue Büro, das viel Raum für unsere Arbeit bietet, wo alle administrativen Dinge erledigt und auch Seminare, Supervisionen sowie Ausbildungskurse  problemlos  durchgeführt werden können. Erfreulicherweise stehen sogar ausreichend Parkmöglichkeiten  zur Verfügung.

Wir möchten gerne diese Gelegenheit nutzen, um  unserem neuen Vermieter, der Firma  LANG Industrie Dienst GmbH, für das Angebot der Anmietung und  für sein Entgegenkommen noch einmal DANKE  zu sagen.   

Die Fotos zeigen  unsere Vorstandsvorsitzende, Stefanie Sohns, sowie unsere Koordinatorinnen, Patricia Herbel und Gabriele Purrmann-Schneeweiß, in bzw. vor  unseren neuen Büroräumen.  

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Anlässlich unseres  Hospiztages am 16.10.2016 wollen wir in  einem würdigen  Rahmen unser 15-jähriges Jubiläum feiern. Seit 15 Jahren besuchen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) Schwerstkranke,  Sterbende und deren Angehörige zu Hause, im Krankenhaus oder im Heim.  In all diesen Jahren haben sich immer wieder Menschen gefunden, die bereit waren,  einen Qualifizierungskurs zum/r Hospizbegleiter(in) zu absolvieren, um  für unseren Hospizdienst einsatzbereit zu sein. Es sind Männer und Frauen aus unterschiedlichsten Berufen und  Altersstufen. Warum entscheiden sich Menschen für dieses Ehrenamt?

Wir haben unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter(innen) dazu befragt und u.a. folgende Antworten erhalten:

Mich hat das Thema Sterbebegleitung schon immer interessiert und ich suchte nach einer Möglichkeit mich darin weiterzubilden. So fand ich den Weg zu euch. Meine Hospizarbeit hat mir gezeigt, dass Menschen oft froh und glücklich sind, all ihren Schmerz und ihre Verzweiflung nicht alleine tragen zu müssen.“

(Margit)

„Vor ein paar Jahren durfte ich meine Schwiegermutter während ihrer letzten Tage im Hospiz Louise begleiten. Dabei ist mir bewusst geworden, wie wenig das Thema Tod und Sterben Teil unseres täglichen Lebens ist. Das hat mich unter anderem dazu bewogen, die Ausbildung zur Hospizbegleiterin zu machen.“

(Jutta)

Als Rentner, aber in der eigenen Firma immer noch tätiger Seniorchef, suchte ich für die künftig entstehende Freizeit eine sinnvolle Betätigung. Meine soziale Ader signalisierte mir, in welche Richtung das Interesse geht. Die Begegnung mit Menschen ist mir wichtig und tut mir gut wie auch die ehrenamtliche Arbeit so ganz ohne Kommerz.“

(Rudolf)

„Die Themen Loslassen, Abschied nehmen, Ängste und Trauer haben mich schon immer interessiert. Bei der Hospizarbeit habe ich Offenheit und Vertrauen erlebt und gelernt, dass Erlebnisse und Gefühle teilbar sind.“

(Birgit)

„Es interessiert mich sehr, wie sich Menschen im Alter verhalten und wie ein jeder auf seine ganz eigene Weise damit umgeht. Schon immer habe ich anderen Menschen gerne geholfen und bin ihnen zur Seite gestanden, wenn sie dies wünschten. Ich tue dies sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten, wobei für mich die guten Seiten des Dienstes überwiegen. Die Dankbarkeit der zu begleitenden Menschen sowie die der Angehörigen zu spüren, ist wirklich schön. Ich bin froh und dankbar, dabei sein zu können und möchte den Dienst nicht missen.“

(Dolores)

„Als mein Vater an Krebs erkrankte, blieben die meisten Freunde weg. Sie konnten mit der Situation nicht umgehen. Er litt darunter und hätte sich über mehr Besuch gefreut. Mein Vater wollte am Lebensende nicht alleine sein und ich denke, dass die meisten Menschen sich dabei jemanden an ihrer Seite wünschen. Bei der Hospizarbeit kann man den Sterbenden in schweren Stunden beistehen, ihnen zuhören oder einfach nur da sein. Bei meinem letzten Hospizbesuch habe ich wieder einmal sehr viel von einer  schwerkranken Person zurückbekommen. Sie schenkte mir ein Lächeln. Das machte mich glücklich und bestätigte mich von neuem in meiner Hospizarbeit.“

(Andrea)

„Die Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleiterin war für mich sehr lehrreich und hilft mir auch ganz besonders in meinem Beruf im Umgang mit schwerkranken, sterbenden Menschen. Ich habe sehr viel Menschlichkeit, Feingefühl, Verständnis und Nächstenliebe erfahren dürfen. Ich würde die Ausbildung immer wieder machen und empfehle sie auch gerne weiter. Es ist eine sehr wichtige und wertvolle Arbeit. Menschen in schweren Stunden beizustehen,  gibt mir innere Zufriedenheit.“

(Elisabeth)

Sollten auch Sie an einer Mitarbeit bei uns interessiert sein, so verweisen wir Sie gerne auf unseren Infoabend am 15.11.2016. Dort erfahren Sie mehr über den neu beginnenden Qualifizierungskurs im kommenden Jahr. Näheres hierzu werden wir rechtzeitig an dieser Stelle und auf unserer Internetseite www.hospizdienst-l-n-s.hospiz-bw.de bekannt geben. Über Ihr Interesse freuen wir uns.

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) im Jubiläumsjahr

Dieses Jahr steht das  15-jährige Jubiläum unseres Hospizvereins an, das wir anlässlich unseres Hospiztages am 16.10.2016 in einem würdigen Rahmen feiern wollen. Seit 15 Jahren besuchen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörige zu Hause, im Krankenhaus oder im Heim. Mit unserer Arbeit wollen wir einen Beitrag dazu leisten, ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dies könnenwir durch unsere Unterstützung im Kreise der Familie und Freunde in Kooperation mit den SAPV-Teams und Pflegediensten erreichen, vor allem dann wenn es um größtmögliche Autonomie und Schmerzfreiheit  geht. Dabei ist wichtig, dass sowohl professionelle palliativmedizinische und –pflegerische Betreuung als auch unsere ehrenamtliche Hospizbegleitung zur Verfügung stehen.

Seit 15 Jahren haben sich immer wieder Menschen gefunden, die bereit waren, einen Qualifizierungslehrgang zum/r Hospizbegleiter(in) zu absolvieren, um  für unseren Hospizdienst einsatzbereit zu sein. Es sind Männer und Frauen aus unterschiedlichsten Berufen und Altersstufen.

In unserem Jubiläumsjahr möchten wir Ihnen gerne unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) vorstellen, die in unserem Einzugsgebiet tätig sind. Die Bildergalerie beginnt mit unseren Aktiven in Leimen, der Stadt in der sich auch der Sitz unseres Vereins befindet, danach folgen unsere Ehrenamtlichen in Nußloch und sodann jene aus Sandhausen. Vielleicht erkennen Sie das eine oder andere Gesicht und können über diese Person mehr über unsere Arbeit aus der Praxis erfahren. Sollten Sie gar selbst an einer Mitarbeit bei uns interessiert sein, so verweisen wir Sie gerne auf unseren Infoabend am 15.11.2016. Dort erfahren Sie mehr über den neu beginnenden Qualifizierungslehrgang im kommenden Jahr. Näheres hierzu werden wir rechtzeitig auf unserer Internetseite bekannt geben. Über Ihr Interesse freuen wir uns.

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Am 20.04.2016 fand die ordentliche Mitgliederversammlung des ökumenischen Hospizdienstes Leimen-Nußloch-Sandhausen e.V. im evangelischen Gemeindehaus Leimen statt. Dem langjährigen Brauch folgend, hatte die 1. Vorsitzende Stefanie Sohns zu einem vor Beginn der Mitgliederversammlung stattfindenden öffentlichen Vortrag eingeladen. Referentin  war Frau Dr. Beate Herrmann, Vorsitzende des Klinischen Ethik-Komitees der Universitätsklinik Heidelberg. Sie sprach zum Thema: „Hilfe beim Sterben oder Hilfe zum Sterben“. Nach dem öffentlichen Vortrag verabschiedete Stefanie Sohns die Referentin und Gäste. Sie  eröffnete um 19.30 Uhr die Mitgliederversammlung und begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder. Danach ergriff unser geistlicher Begleiter Heinrich Müller das Wort und ging noch einmal auf das Thema des Vortrags ein. Er verstärkte die Bedeutung dieser moralischen und ethischen Fragestellung im  Blick auf die Arbeit unserer Hospizbegleiter(innen). Es sei die Frage nach einem guten und verantwortbaren Sterben mit der Perspektive einer Zukunft, sowohl für den Sterbenden als auch für die Angehörigen. Er erinnerte daran, dass diese Suche nach einer Zukunftsperspektive und das Trauern uns im Hospizverein, besonders im Kreise der Mitarbeiter(innen), hautnah berührt: Eine unserer langjährigen, ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, Jutta Künzig, ist im Februar gestorben. Er lud die Anwesenden ein, dass sie sich ihre Gedanken und Empfindungen bewusst machen mögen und der Verstorbenen diese mit auf ihren Weg geben.  

Der administrative Teil begann mit der Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung, gefolgt von den Berichten des Vorstands, des Koordinationsteams und der Kassenwartin. Die Kassen-prüferinnen bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Es folgte die Entlastung des Vorstandes und die Vorstellung der Ein- und Ausgabenplanung für das Jahr 2016.

Erstmals seit Gründung des Vereins stellte der Vorstand einen Antrag auf Satzungsänderung. Dem Antrag wurde zugestimmt und die vorgeschlagenen Änderungen wurden genehmigt. Da der Vorstand unterjährig zwei Vorstandsämter neu besetzen musste, hatte er die bisherige Beisitzerin Barbara Ruhnau zur Kassenwartin und Eveline Hemlein zur neuen Beisitzerin gewählt. Die Wahl wurde satzungsgemäß durch die Mitgliederversammlung bestätigt.

Abschließend verwies Stefanie Sohns darauf, dass unser Verein in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum begehen wird. Die Jubiläumsfeier soll anlässlich des Hospiztages am 16.10.2016 in der katholischen Kirche  Nußloch stattfinden. Noch vor diesem für uns so bedeutenden Termin wird es eine wichtige Veränderung geben. Unser Verein muss sein Büro im evangelischen Gemeindehaus Leimen bis September aufgeben, da der evangelische Kindergarten den Raum für  eigene Zwecke benötigt. Es wird bereits nach neuen Räumlichkeiten gesucht, wobei  jede Unterstützung willkommen ist.

Die 1. Vorsitzende schloss die Mitgliederversammlung mit Worten des Dankes an alle im Verein Aktiven, insbesondere aber an unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter(innen).

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Wir trauern um unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin

JUTTA KÜNZIG

* 10.08.1956     † 12.02.2016

Jutta Künzig wurde im Jahr 2008 nach zehnmonatiger Ausbildung für den Dienst als ehrenamtliche Hospizmitarbeiterin ausgesendet. Sie übte ihr Ehrenamt mit viel Empathie und Engagement aus. Wir schätzten ihre klaren Worte und ihre Fähigkeit, Menschen in der Begegnung Kraft zu vermitteln. Immer war sie einsatzbereit, auch noch in Zeiten als sie selbst schon von schwerer Krankheit gezeichnet war. Erst als ihre Kräfte zusehends nachließen, zog sie sich zurück.

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt ihrer Familie und den Angehörigen. Jutta wird für immer einen würdigen Platz in unserer Mitte haben. Wir gedenken ihrer in Trauer und großer Dankbarkeit.

Der Vorstand, die Koordinatorinnen und alle ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Ökumenischen Hospizdienstes Leimen-Nußloch-Sandhausen e.V..
 

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Am 08.12.2015 fand die diesjährige Weihnachtsfeier unseres Hospizvereins im Restaurant Rossini in Leimen/St. Ilgen statt. Alle Ehrenamtlichen waren eingeladen und erschienen zahlreich.

In weihnachtlichem Ambiente begrüßte die 1. Vorsitzende, Stefanie Sohns, alle Anwesenden und nutzte die Gelegenheit, einmal mehr allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz in den zurückliegenden Monaten des Jahres zu danken. Sie gab ihrer Freude Ausdruck, dass wir immer wieder viel positive Resonanz über den Einsatz und die Arbeit unseres Hospizvereins erhalten und sie daher zuversichtlich sei, dass wir auch in Zukunft den wachsenden Anforderungen gemeinsam mit unseren langjährigen und neuen Ehrenamtlichen gerecht werden können.

Beim gemütlichen Beisammensein und guter italienischer Küche überraschte uns Rudolf Albrecht in gewohnter erfrischender Weise mit einem Gedicht über seine Tätigkeit als Hospizbegleiter und unser geistlicher Begleiter, Pastoralreferent Heinrich Müller, fand wie immer einfühlsame und stärkende Worte für unsere ehrenamtliche Hospizarbeit.

Weihnachten ist die Zeit des Schenkens und so wurden auch wir auf vielfältige Weise beschenkt. Die Firma Neuert-Widmann aus Wiesloch spendete für alle Ehrenamtlichen ein Geschenk, für die Hospizbegleiterinnen je eine Engelsstatue, für die Hospizbegleiter Gläser und Grillhandschuhe. Die Geschenke wurden anlässlich der Weihnachtsfeier überreicht. Wir sagen der Firma Neuert-Widmann dafür ein herzliches Dankeschön. Danke auch an Familie Panero für die freundliche Bewirtung und ihr Gastgeschenk, einen Panettone für jeden Gast.

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Am 28. November 2015 nahmen 32 Ehrenamtliche unseres Hospizvereins im Bestattungshaus Brenner-Willinger an einer Fortbildung mit dem Thema „Abschied nehmen“ teil. HospizbegleiterInnen wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig es insbesondere für die Angehörigen ist, sich nach dem Verlust eines geliebten Menschen von ihm verabschieden zu können.

Eindrücklich beschrieb Herr Willinger gleich zu Beginn die detaillierte Planung und den Ablauf der Abschiedszeremonie für die Opfer der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen aus Haltern. Insbesondere hob er hervor, wie wichtig es für die Angehörigen war, durch die Berücksichtigung ihrer persönlichen Wünsche, wie zum Beispiel Überführung in weißen Bestattungsfahrzeugen, sich nach Monaten endlich verabschieden zu können.
Dank dieser Schilderung fanden wir uns schnell in den von Frau Brenner-Willinger geleiteten Workshop-Teil ein. In Gruppen arbeiteten wir an Themenstellungen rund um das Thema Abschied, zum Beispiel nach dem Sterben, bei der Trauerfeier, am Grab und während der Erinnerungsphase. Hierbei fand auch ein reger Austausch über die persönlichen Vorstellungen statt.

Nach einer erfrischenden Mittagspause stimmte Pfarrer Gerhard Engelsberger mit dem Lied „Ich möchte wie ein Brunnen sein“ in den zweiten Teil der Fortbildung ein. Er referierte über seine jahrelangen Erfahrungen über Sterbe- und Trauerbegleitung.
Zufrieden und erfüllt mit vielen neuen Impulsen denken wir alle gerne an diesen beeindruckenden Fortbildungstag zurück.

Wir danken nochmals Herrn und Frau Brenner-Willinger für die Gastfreundschaft und die Gelegenheit, dass wir bei dieser Gelegenheit ihre neuen besonderen Räumlichkeiten kennenlernen durften.

Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen

Zum 7. Mal in Folge hat unser Hospizdienst die Öffentlichkeit auch in diesem Jahr wieder zu einer Hospizfeier anlässlich des Welthospiztages in die katholische Kirche Nußloch am 11.10.2015 eingeladen.

Unsere Veranstaltung stand unter dem Motto „Sterbenszeit ist Lebenszeit -Trauerzeit ist Lebenszeit.“ Zur Einstimmung setzte Frau Susanne Jordine-Müller mit ihren Klangschalen einen besonderen Akzent, begleitet von Heinrich Müller. Es war ein Dialog der Klänge und Klangräume, die die drei Zeiten erspüren ließen: Lebenszeit, Sterbenszeit, Trauerzeit. Alles Leben ist Begegnung, somit Dialog – mit und ohne Worte. Heinrich Müller vertiefte diese Erfahrung, dass eben auch Sterbenszeit eine intensive, gar bereichernde und sehr bewusst gelebte Zeit sein kann, in der es ganz besonders einer sensiblen und würdevollen Begegnung mit dem sterbenden Menschen bedarf. Ein Einüben in diese Zeit bietet uns die Erfahrung des Lebens in den anderen Zeiten, die wir wie selbstverständlich bewusst gestalten. Im zweiten Teil unseres Mottos „Trauerzeit ist Lebenszeit“ ging Annette Laventure auf die typischen Trauerphasen nach Verlust eines geliebten Menschen ein und beschrieb, wie der oft beschwerliche Weg durch Trauerarbeit wieder ins Leben zurückführt. Sie verwies darauf, dass unsere ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen sowohl für die individuelle Trauerbegleitung als auch für den Austausch von Trauernden in unserem Trauercafé, dem Café Quelle, da sind. Beistand anbieten ist Teil der Hospizarbeit.

Anlässlich unserer Feier konnten wir auch unsere zehn neu ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen „aussenden“ und in unseren Reihen willkommen heißen. Begleitet wurden unsere Neuen während ihrer 120 theoretischen und praktischen Qualifizierungsstunden von unseren Koordinatorinnen, Patricia Herbel und Gabriele Purrmann-Schneeweiß. Unsere Vorstandsvorsitzenden, Stefanie Sohns und Michael Hemlein, machten bei der Zertifikatsübergabe an unsere Neuen deutlich, wie wichtig es für uns ist, dass sich immer wieder Menschen für das ehrenamtliche Engagement finden und den Weg zur Qualifizierung nicht scheuen.

Wie jedes Jahr wurde unsere Veranstaltung musikalisch rockig feierlich umrahmt von Daniel Höhr, Fabian Dominik, Frederic Born und Hakan Günes sowie dem Nußlocher Kon Quartett. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Aktiven, aber auch an alle, die unsere Veranstaltung besucht und uns mit Spenden bedacht haben.

Über den nachstehenden Link können Sie die von Daniel Höhr, Fabian Dominik, Frederic Born und Hakan Günes auf unserer Hospizfeier dargebotenen Titel hören.

https://www.youtube.com/channel/UCTnD0JSB601ZirUR0f2_NOA/